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Kastration verwilderter Katzen

ein Beispiel für einen Hilferuf, wie er immer wieder bei uns eingeht.


Am 23. April ging der Hilferuf einer verzweifelten Dame durch alle Tierschutz-Listen mit der Bitte um dringende Unterstützung :

!!! Auf einem verwilderten Grundstück in Rheinberg leben zur Zeit unversorgt ca. 15 – 20 verwilderte Katzen, deren eigentlicher Besitzer (ein alter, alkoholkranker Mann) im Krankenhaus ist. Er will und kann die Tiere anschließend auch nicht mehr versorgen und hat durchaus glaubhaft angedroht, die Katzen von einem befreundeten Jäger erschießen zu lassen.

Wir haben uns daraufhin die Situation vor Ort angesehen, um uns ein Bild zu machen. Was wir dort vorfanden war mehr als erschreckend.

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Daher sind wir auch gleich helfend eingeschritten und haben seit Mittwoch dort 7 Katzen eingefangen und sofort zum Tierarzt gebracht. Dort wurden sie dann in Narkose untersucht - entfloht – entwurmt - kastriert und Wunden versorgt. Alle Tiere sind in keinem guten allgemeinen Gesundheitszustand und müssen aufgepäppelt werden.

Bei den Miezen handelte es sich um 4 weibliche und 3 männliche Tiere, alle Mädels waren schon mehr oder weniger weit tragend. Einer Mieze haben wir definitiv das Leben gerettet, als die Ärztin sie bereits narkotisiert aus dem Käfig nahm, floß der Eiter in Strömen aus der Scheide. Beim Öffnen entdeckte sie dann 3 abgestorbene Welpen in einem Meer von Eiter, diese arme Mieze muss unendliche Schmerzen gehabt haben und wäre in den nächsten Tagen elendigst verstorben.

Da die anderen Mädels schon ziemlich weit tragend waren, müssen wir diese jetzt noch mindestens 10 Tage betreuen, da sie unbedingt Antibiotika benötigen. Bei einer stark humpelnden Katze wurde eine alte Fraktur entdeckt, die schlecht zusammen-gewachsen ist. Eine andere Katze mit einer Kopfschief-Stellung ist wahrscheinlich auch angefahren gewesen, eine Nachbehandlung ist nicht möglich.
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Diese Katze wurde am Tag zuvor
dort gefunden, sie ist wahrscheinlich
angefahren worden.

Situations-Bericht über den Stand der Dinge vor Ort Anfang Mai

Nachdem wir 7 Katzen dort bereits einfangen und tierärztlich versorgt haben, konnten wir danach bisher keine weiteren Tiere mehr einfangen. Wir werden aber weiterhin am Ball bleiben und unser Möglichstes tun, um die anderen dort lebenden Katzen zu versorgen.

Die Dame, die den Notruf gestartet hatte, fährt täglich zu dem Haus um die Tiere zu füttern. Aufgrund zweier großzügigen Futterspenden ist diese Versorgung also auch vorerst gesichert. An dieser Stelle unseren herzlichen Dank an diese netten Spender.

Auch haben viele Tierfreunde auf unseren Bericht reagiert und Spenden an das angegebene Tierarzt-Konto zur Deckung der anfallenden Kosten überwiesen. Wir sind wirklich überwältigt von der Hilfsbereitschaft und bedanken uns hiermit aufs herzlichste bei folgenden Katzenhilfe-Niederrhein Förderern / Privat-Personen:

Fam. Wißkirchen/Reiners, Frau Klein, Herr Gertges, Frau Buschmann, Frau Reinke, Frau Te-Kook, Fam. Pelzer / Kosfelder, Frau Burmeister, Frau Quast, Frau Radke, Fam. Steins, Frau Bauer, Frau Ubrig,Frau Seidel, Frau Bergmann, Frau Jansen, Frau Volksquarsen, Frau Adam ,Frau Ulmeier, Frau Schäfer, Frau Wertheim, H.Ziefuß

Unser ganz besonderer Dank geht an die Katzenhilfe Greven, Anja Vogt, die sich ganz spontan zu einer Beteiligung an der Tierarztrechnung bereit erklärt hat. Es gibt sie also – die Solidarität unter Tierschützern !!

Selbstverständlich werden wir alle weiterhin auf dem Laufenden halten und berichten, wie es weitergeht.

Zur Auswilderung der Katzen an anderer Stelle hat sich in der Zwischenzeit auch etwas positives ergeben. Zwei Kätzinnen werden, wenn ihre Nachbehandlung mit Antibiotika abgeschlossen ist, auf einem Gnadenhof ausgewildert. Die Katzenhilfe Niederrhein übernimmt für diese Tiere selbstverständlich die dort anfallenden Futterkosten, denn wir sind sehr dankbar, dass diese Katzen dort eine neue, sicherere Bleibe finden können. Für eine weitere Katze haben wir auch schon ein Angebot für die Aufnahme, somit sind auf jeden Fall schon mal einige der Tiere gut untergebracht.

Wir sind aber auch weiterhin auf der Suche nach anderen Möglichkeiten, die versorgten und kastrierten Katzen umzusiedeln. Falls jemand eine Möglichkeit kennt, Bauern- oder Reiterhof in verkehrssicherer Umgebung, bitte setzten Sie sich mit uns in Verbindung, denn auf Dauer müssen alle Tiere dort weg.

Der Stand der Dinge Ende Mai

Durch die inzwischen im Haus stattfindenden Umbau- und Renovierungsarbeiten ist es auf dem Grundstück recht laut und unruhig geworden, daher sind die verbliebenen Katzen natürlich noch scheuer geworden. Trotzdem ist es uns gelungen, am 11. Mai einen weiteren Kater einzufangen, den wir nach der Kastration dort wieder ausgewildert haben.

 Alle 4 weiblichen Tiere sind in der Zwischenzeit auch umgesiedelt. Für eine Katze wurde ein neues Umfeld gefunden bei sehr netten Menschen, die schon einigen verwilderten Katzen auf ihrem Grundstück eine Bleibe bieten. Eine andere Katze, die nicht ganz so menschenscheu und verwildert war, lebt jetzt (natürlich für die nächsten Wochen noch festgesetzt) auf Hof und Garten bei einer Familie, wo sie ( falls sie möchte) auch gerne Familienanschluß finden kann.

Die zwei scheuesten Tiere sind jetzt auf einem Gnadenhof untergebracht und leben für die nächsten 5-6 Wochen noch festgesetzt in einem Gehege. Wenn sie sich an das neue Umfeld gewöhnt haben, können sie dort gefahrlos frei leben und werden gut versorgt.

Ob und wie wir uns weiter um die noch nicht kastrierten, dort verbliebenen Tiere kümmern können, gestaltet sich im Augenblick leider recht schwierig. Durch die Aktivitäten dort tagsüber gibt es eigentlich nur die Möglichkeit, die Katzen in der Nacht einzufangen und am nächsten morgen zum Kastrieren zu bringen, dies schaffen wir momentan leider aus zeitlichen und organisatorischen Gründen nicht. In den letzten 10 Tagen mussten wir 15 mutterlose Katzen-Welpen aufnehmen, davon sind alleine 8 noch Flaschenkinder im Alter von 2 und 3 Wochen. Die Versorgung all dieser Welpen ist natürlich äußerst zeit- und arbeitsintensiv und auch mit der Unterbringung sind wir jetzt am Ende unserer Kapazitäten angelangt.

Es gibt aber den Kontakt zu anderen Tierschützern aus der Region, die sich da evt. einbringen werden.